Limes, Leben, Limeseum: Römische Geheimnisse am Rand der Geschichte

Shownotes

Wir nehmen euch mit auf eine spannende Reise durch den Römerpark Rufenhofen und das einzigartige Limeseum. In diesem Gespräch tauche ich tief in die Entstehungsgeschichte des Parks, die Faszination rund um den Limes und das Leben der römischen Soldaten ein. Gemeinsam entdecken wir, warum das Limeseum mehr als ein klassisches Museum ist und wie römische Geschichte heute noch begeistert. Ob bewegte Zeiten am Limes, überraschende Fakten zum römischen Alltag oder die dunklen Seiten der Antike – ich erzähle mit Leidenschaft, was hinter den Kulissen wirklich passiert. Hört rein und erlebt Geschichte, wie ihr sie noch nie gehört habt!

Limeseum

https://www.limeseum.de/

Römerpark Ruffenhofen

https://www.roemerpark-ruffenhofen.de/

Limes (Grenzanlage des Römischen Reiches)

https://de.wikipedia.org/wiki/Obergermanisch-R%C3%A4tischer_Limes

Hadrianswall

https://de.wikipedia.org/wiki/Hadrianswall

Deutsche Limeskommission

https://www.deutsche-limeskommission.de/

Varusschlacht

https://de.wikipedia.org/wiki/Varusschlacht

Saalburg

https://www.saalburgmuseum.de/

Augsburg

https://de.wikipedia.org/wiki/Augsburg

Transkript anzeigen

00:00:34: Wir sind heute im Römerpark Rufenhofen und besuchen das Limeseum

00:00:41: Und mir gegenüber der Matthias Pausch, wir haben uns ja früher schon mal kennengelernt und dann kam die Idee einen Podcast zu machen für das Limesum und den Römenpark oder wie nennen wir es genau?

00:00:59: Ja gar nicht so einfach!

00:01:00: Herzlich willkommen beim neuen Podcast Aus dem Limiseum im Römerpark Hofenhofen.

00:01:06: klingt erstmal kompliziert, ich erkläre es gleich.

00:01:09: Mich freut's dass ich so ein bisschen aus meiner Arbeit erzählen kann.

00:01:14: Die ist tatsächlich recht vielseitig und ich meine immer wieder spannend sagen dann andere auch.

00:01:19: und jetzt schauen wir einfach mal ob es euch liebe Podcast-Hörerinnen und Hörer dann auch gefällt.

00:01:26: Mich hat es schon immer wieder umgetrieben.

00:01:28: Eigentlich könnte man doch ein bisschen mehr berichten, denn bei bestimmten Führungen auch im Rahmen des Maustüröffner-Tags am dritten Oktober wenn ich hier so ein bisschen hinter die Kulissen führe und erkläre dann werden die Augen immer groß und man hört dann immer uuh was ihr so alles macht und treibt.

00:01:45: ja naja wir kennen halt das Museum.

00:01:47: aber was so dran steckt und dahinter ist warum das Museum die und die Räumlichkeiten braucht was hier alles arbeitet dass es funktioniert Das wissen viele Leute nicht.

00:01:57: Und Römerpark und Limeseum, zwei völlig unterschiedliche Begriffe... ...das historisch ältere ist der Römenpark, den gibt es seit erster Auguste, das ist eine relativ große Fläche, inzwischen ein öffentlicher Hand.

00:02:17: Da war ein römisches Kastell etwa hundertfünfzig Jahre genutzt und nachdem die Soldaten etwa fünfhundert Reitersoldaten, teilweise eine gemischte Einheit mit bis zu tausend bisschen Reiter und viele Fußsoldaten hier waren und sehr gut verdient haben.

00:02:33: Da kam so ein ganzer Trub an Händlern Handwerkern mit.

00:02:35: Hierher hat sich niedergelassen.

00:02:38: das ganze war lang von der Archäologie nicht ganz im Fokus ist jetzt so im letzten Vierteljahrhundert schon kurz bevor ich kam.

00:02:46: Ich bin jetzt am balden Viertel jahrhundert hier tätig, immer mehr in den Fokus gerückt und dann hat man versucht ein bisschen was zu machen.

00:02:52: da weil wir erzählen was wir gemacht haben wie der Römerpark entstanden ist und ein bisschen später kam das Museum dazu.

00:03:01: die Idee gab es auch schon relativ lang die gab's seit zwei tausend eins.

00:03:05: Man könnte hier draußen mitten auf der grünen Wiese einen Museum zur Ofen-Rofen machen.

00:03:12: Museum ist manchmal so ein bisschen dröge.

00:03:15: Manche haben da als Erinnerung eine verstaubte Einrichtung, wo man mit der Schule hingezungen wurde, langweilige Führungen und deswegen war es mir ganz wichtig dass das Ding nicht Museum heißt sondern Limeseum ein Wortspiel, das einerseits einen Kollege kreiert hat, das beim Patentamt tatsächlich geschützt ist in der heutigen Zeit manchmal ganz hilfreich.

00:03:40: Ganz viele Schreiben trotzdem an das Limesmuseum, wahrscheinlich meinen die mir wissen selber nicht wie wir heißen aber wir heißent tatsächlich Limes-Seum manchmal zum Aussprechen bisschen schwierig.

00:03:51: Aber es ist ein besonderes Gebäude rund viel Fenster schöne tolle Architektur mitten auf der grünen Wiese.

00:04:01: und ich erlebe es immer wieder dass Leute hierher kommen und sagen da ist halt mein Eck gedacht Straße ganz schmal.

00:04:06: und was sind wir noch richtig wenn man hier herfahren?

00:04:08: Und pof!

00:04:09: Da steht das Ding dar

00:04:12: Erzählst mit so vielen ... Ja, mit so viel Gefühl.

00:04:14: Mit so vielen schönen Worten!

00:04:17: Du lebst das scheinbar auch?

00:04:19: Ja ja doch also es ist so... Ich sage immer so scherzhaft ich kann ja gar nichts anderes, ich kann nur Rufen rufen.

00:04:27: Also klar, ich habe hier mal angefangen mit dem Jahresvertrag wo's hier viele Ideen gab und mein Job ist einfach die Ideen umzusetzen zu begleiten.

00:04:36: Das macht unheimlich Spaß gerade weil es so vielseitig ist.

00:04:39: Und ich merke immer wieder wenn das nur langweiliger Alltag wäre.

00:04:45: Muss ich auf und zu sperren, zumal ich das nur bedingt selber mache?

00:04:49: Da war ja auch nicht an der Kasse sitzt.

00:04:51: Das wär'n nicht meins.

00:04:53: Immer wieder ein bisschen Ideen entwickeln, immer einen Blick in die Zukunft, bisschen forschen, bisschen weiterentwickeln, neues planen – das finde ich

00:05:01: ganz spannend!

00:05:02: Jetzt erzähl doch mal vielleicht ein bisschen was wir am Anfang so über den Dinos haben.

00:05:08: Ich kenne den Dino aus dem Taunus bei Frankfurt Und ich wusste gar nicht, du hast mir glaube ich seit der Ging bis hier runter.

00:05:16: So

00:05:17: vielleicht kannst du das mal

00:05:19: erzählen warum der Limes überhaupt entstanden ist?

00:05:23: Ja ganz wesentlich weil ohne den Limes und diese Grundlage säsen wir jetzt heute ja auch nicht in diesen schönen Gebäude.

00:05:31: Den Limes an sich als die römische Grenze schlechthin gibt es nicht nur bei uns in Deutschland der vielleicht der bekannteste tatsächlich ist, genau genommen sind alle Außengrenzen im römischen Reich die nicht zum Beispiel durchs Meer gesichert sind.

00:05:46: Spanien braucht kein Limes weil da es einfach rundherum mehr oder Frankreich und so weiter heißt in Großbritannien, in den Niederlanden, in Deutschland, in Österreich, Ungarn, im vorderen Orient, in Nordafrika überall gibt's eine Art Grenze des Römischen Reis die ganz unterschiedlich ausgebaut war.

00:06:08: Und die bei uns ist, neben dem auch sehr bekannten Hadrianz-Wall in Großbritannien relativ ordentlich ausgebaut.

00:06:18: Er durchzieht zwei Provinzen Obergermanin und Rätseln.

00:06:21: Wir sitzen hier in Rädschen Hauptstadt war Augsburg.

00:06:25: Diese Grenze ist schrittweise in der Form wie wir sie jetzt kennen ab hundert zehn Ausgebaut worden erst mal mit Kastellen.

00:06:33: Dann kamen schließlich so Hundertfünfzig nach Christus über eine Schneise, Wachtürme und schließlich eine Palissade also eine Art Holzmauer dazu.

00:06:43: Dann hat man das Ganze in Stein weiter ausgebaut.

00:06:46: Und so bis zweihundertsechzig knapp zweihundertsechtzig waren.

00:06:50: die Römer bei uns haben das ganze dann wieder aufgegeben.

00:06:53: Also eigentlich nur eine relativ kurze Zeit mit hundertfünfzig Jahren.

00:06:58: Man sagt doch Gott ist es so wichtig?

00:07:00: aber was war sehr prägend?

00:07:02: Und so wie du gerade schon gesagt hast, Taunus ist ja von hier auch heute noch eine Ecke weg.

00:07:07: Selbst mit Autobahnen ist man ein Stück unterwegs.

00:07:10: dieser ganze obergamane schrältische Limes vom Rhein, Rhein-Brollen und der Nähe von Koblenz bis einen in Kälheim ganz grob an der Donau das sind fünfhundertfünfzig Kilometer römische Grenze und damit das größte Boden denkt mal Europas und das zweitgrößte weltweit nach der chinesischen Mauer.

00:07:30: War denn der Limes zusammenhängend bis hier runter?

00:07:33: Oder waren das Bezeichnungen den Limes als Bauwerke, die gewisse Grenzen gemacht haben.

00:07:39: Weil wenn ich mir vorstelle heute hundertfünfzig Jahre brauche um eine Grenze zu ziehen ist es ja relativ schwer.

00:07:46: also die haben wir bestimmt dann auch Überfälle gehabt oder mussten sich trotzdem verteidigen?

00:07:55: Ja, ein ganz klares Jein.

00:07:58: Und jetzt wird es ein bisschen komplizierter aber ich glaube das kriegen wir trotzdem in hoffentlich wenigen Sätzen hin.

00:08:05: zum einen ist es wahrletzig zusammenhängend.

00:08:10: Tatsächlich sind die in den beiden Provinzen ein bisschen unterschiedlich.

00:08:14: In Obergermanien sieht er Lime ist in der letzten Ausbauphase ein bisschen anders aus als hier bei uns in Rätzien.

00:08:20: Hier in Rädzien ist in einer letzten Phase wirklich eine Mauer errichtet worden, etwa Meter breit und die Römer kannten als Einheit Fuß knappe dreißig Zentimeter und er war wohl im aufgehenden Bereich ohne das Fundament drei Fuß breit.

00:08:38: also so gute neunzig Zentimeter.

00:08:41: Ein paar Stellen, wo noch relativ viele Steine lagen.

00:08:47: auf das Thema warum die nicht mehr da sind kommen wir mal ein anderes Mal.

00:08:51: An den Stellen wo noch viele da waren hat man mal versucht bisschen die Höhe nachzurechnen zu überlegen und dann auch strategischen Gründen.

00:08:59: auch wenn jemand auf dem Pferd sitzt und ich habe eine Mauer die ist drei Meter hoch Dann kann ich da schlecht rüber Kann vielleicht noch, naja drüber schauen kann ich vom Pferd auch nicht mehr.

00:09:11: Da müsste ich wahrscheinlich schon aufstehen oder wie auch immer.

00:09:13: also es hat einfach fortifikatorisch gut ausgereicht.

00:09:17: Jetzt denken wir Deutschen natürlich bei Mauer gleich an Deutsch-Deutsche Grenze Berliner Mauer Schießbefehl und ähnliches.

00:09:25: Nein weit gefehlt als er so eine Mauer war es tatsächlich nicht Und wir haben an verschiedenen Stellen Durchgänge.

00:09:33: Auch das ist ein bisschen ein Thema.

00:09:35: lange Zeit war man der Meinung, die Durchgänge hat man vor allem für Zollkontrollen und Handelswege und Ähnliches gemacht.

00:09:45: In einem gewissen Stil sicher auch aber das sind wir nämlich genau bei dem entscheidenden Thema.

00:09:53: es war nicht so dass unmittelbar nördlich des Limes große dicke Gamanensiedlungen waren im heutigen Ansbach in Nürnberg wo auch immer die Römer mit den gamanen handelbetrieben haben oder eben den limis als grenze gegen die bösen germanien errichtet haben.

00:10:12: Sondern es war viel mehr so.

00:10:15: Es waren erstens eine politische angelegenheit tatsächlich so eine machtdemonstration Zu der zeit als sie römer hierher kommen und schließe ich aus dem nördlinger ries ihre grenze noch mal zu uns ins heutige südliche mittelfranken verlegen.

00:10:31: Das sind die Römer, so die Herren der Welt.

00:10:33: Das römische Reich hat die größte Ausdehnung überhaupt danach schrumpfs an verschiedenen Ecken wieder.

00:10:39: Das heißt man wollte einfach mal zeigen ja wohl wir tun was auch für die Leute in Rom.

00:10:46: mit den Völkern im Norden hatten die Röhmer in der Vergangenheit immer wieder so ein bisschen ihre Probleme.

00:10:52: ganz berühmtes Beispiel die Varusschlacht Diese Katastrophe neun nach Christus, wo etwa zwanzigtausend römische Soldaten über den Yordern gehen.

00:11:01: Rundum eine große Katastrofe.

00:11:04: und dann zu sagen ja wohl jetzt machen wir hier was!

00:11:07: Wir schützen euch gegen die Gamanen.

00:11:10: wer konnte in Rom wirklich beirrteilen wie schlimm diese Katastrophi ist?

00:11:15: Wie viele Gamanin das sitzen?

00:11:16: und ähnliches?

00:11:17: und de facto... Waren hier fast keine Einheimischen, die davon abgesehen zu der Zeit erst mal noch eher kälten waren als Gamanen.

00:11:24: Die Kamanen kommen ja mehr aus dem Norden, also aus dem Elbbereich, Norden und Nordosten und kommen so langsam im Lauf der Jahrhunderte hierher heißt eben auch... es war erstmal sehr friedlich!

00:11:39: Also das zweite Jahrhundert, als die Römer hier waren, da war so eine blühte Zeit Ja, vielleicht so ein bisschen boomtownmäßig.

00:11:48: Ich fange mal an hier eine Siedlung zu bauen und den Kastell zu entwickeln.

00:11:52: Das bleiben immer mehr hängen die sagen auch ja nette Gegend liegt schön.

00:11:58: Und wenn man das heute früh als ich in der Arbeit gefahren bin so gedacht Herrlicher Herbsttag!

00:12:03: Die Sonne geht auf am Heselberg So ein bisschen neblig.

00:12:07: Es ist auch heut noch eine schöne Landschaft.

00:12:09: Man kann es hier gut aushalten und klar zur Römerzeit sah halt die Landschaft anders aus.

00:12:13: aber... ...ich glaube man konnte hier ganz gut leben Und so hat sich das so langsam entwickelt, war relativ friedlich und da war es durchaus auch attraktiv in römischen Diensten Soldat zu sein.

00:12:24: Sagen wir doch bitte mal du sprichst von Casteln was ist ein Castell?

00:12:28: oder was war ein Castel?

00:12:30: Ein Castell ist ja modern ausgedrückt eine römische Cassanne also ein Truppenstützpunkt heißt ganz modern ausgesprochen Ja, es ist ein Militärstandort.

00:12:42: Haben die Familien da mitgelebt oder waren sie separat

00:12:46: irgendwo?

00:12:48: Die waren prinzipiell separat.

00:12:50: Die Soldaten sind üblicherweise so mit plus minus zwanzig gemustert worden und konnten in römischen Dienst treten, durften dann mussten dann fünfundzwanzig Jahre dienen hatten aber offiziell keine Familie Sie durften nicht heiraten Tatsächlich.

00:13:16: Da hintergrund ist denke ich auch unter anderem, da kann man sicher waren anders auch mal drauf wenn es nochmal ein bisschen mehr um das Militär geht die mussten ja im Zweifels halt auch mal flexibel sein.

00:13:28: also klar wir können jetzt sagen hier waren hundertfünfzig Jahre Soldaten aber das war nicht unbedingt Hundertfünftig Jahre die gleiche Truppe.

00:13:37: Und die Truppe, die hier am Anfang kam, kam ja nicht aus nichts.

00:13:42: Sondern sie ist irgendwann von einem anderen Standort hermarschiert.

00:13:47: auch da kommen wir noch mal ein bisschen näher drauf gibt es ganz spannende Überlegungen.

00:13:51: das heißt sie mussten relativ mobil sein und wenn die jetzt Herz hin und Seele irgendwo verloren hatten an einen Ort an Personen dann sind die natürlich im Zweifelsaar nicht mehr mobil, begehren vielleicht auf und das ist vielleicht so ein bisschen ein Problem.

00:14:09: Andersrum ganz pragmatisch natürlich jeder is Mensch verliebt sich vielleicht trotzdem und hat dann ... wenn so'n Soldat meinetwegen ist es erst mal einen jungen Händler der nach Rufenhofen kommt, der dann das Castell bisschen was sieht hier seinen Marktstand aufbaut oder sein Karren und seine Waren präsentiert.

00:14:32: Und vielleicht immer wieder mal herkommt, dann irgendwann merkt man, da könnte man es aushalten.

00:14:39: Wird vielleicht genommen als Soldat?

00:14:41: Und klar geht er immer wieder in das Lagerdorf!

00:14:44: Er verdient ja gut, hat ein festes Einkommen und verliebt sich dann vielleicht mit irgendeiner Freundin auch Kinder hat also im weitesten Sinne Familie und bleibt da vielleicht auch dann im Ruhestand hängen.

00:15:00: Aber du sagst ja, es sind ja zwanzigtausend Soldaten, die haben ja allen Bedürfnis.

00:15:04: Wir beide sind Männer also wir

00:15:06: lieben die Liebe nicht.

00:15:09: Wir haben dieses gemacht damals, gab's da auch buddner Frauenvergewaltigt oder was gibt's da Geschichten darüber?

00:15:19: Da

00:15:19: gibts leider Gott sei Dank wie auch immer ganz wenig Geschichten.

00:15:25: Manches ist so ein bisschen angedeutet.

00:15:28: Das

00:15:29: ist ein ganz schwieriges Thema.

00:15:31: Fangen wir nochmal ganz anders an!

00:15:33: Die ersten Jahre, als ich hier war, bin ich tatsächlich... Wir hatten vorher in Waltingen ein ganz kleines Museum von Museumsbesuchern ein paar Mal angesprochen worden.

00:15:42: Ihr verherrlicht wieder die Römer aus der tolle Kultur.

00:15:45: Das waren blutrünstige Besatzer, die haben Leute umgebracht und gesagt, gut, ganz so blutrüstig.

00:15:52: es gibt tatsächlich auch schriftlich überliefert diese dunkle Seite der Macht, wie man ganz gut sagen kann.

00:16:01: Oft genug war sie gar nicht so dunkel.

00:16:03: aber diese Dinge sind nur teilweise natürlich überliefert und es ist immer so ein bisschen die Frage wo haben wir's denn überliefern?

00:16:10: Wer schreibt über die Römer?

00:16:12: Nur die Röhmer selber!

00:16:14: Und die versuchen sich natürlich immer als Helden darzustellen.

00:16:17: im Zweifel sollen schon als die, die den anderen eins drauf geben Aber die jetzt vielleicht nicht sagen, hier haben wir Tausendeinheimische vergewaltigt und niedergebügelt.

00:16:30: Das war dann ethisch und moralisch doch nicht so das Thema.

00:16:33: D.h.,

00:16:33: da gibt es viele Dinge, die schlecht oder nur ansatzweise überliefert sind.

00:16:39: Für diejenigen, die es interessiert, es gibt in Deutschland seit ... etwa die deutsche Limis-Kommission mit Sitz in Bad Hamburg, eben genau auch im Taunus an der Saalburg hat eine entsprechende Homepage und die bringt seit etlichen Jahren ein Nachrichtenblatt heraus.

00:16:57: Das gibt es als PDF auf der Homepage.

00:16:59: Und da gibt's tatsächlich optisch auch schwarzes Limesheft wo es genau um diese Probleme die dunkle Seite der Macht geht.

00:17:06: Spannend zu lesen ist das einzige Limes Heft wo wirklich Warnhinweise drinnen sind, dass man doch beim Lesen vielleicht nicht gerade zehnjährige das ganze lesen und immer vielleicht im Zweifels ein bisschen vorsichtiger damit umgehen muss mit der ganzen Thematik.

00:17:22: Schwieriges Thema.

00:17:23: Stimmt ja aber du hast mir im Vorgespräch hast du mir erzählt wie der Limes gebaut wurde?

00:17:31: Dass es eine sehr friedliche Zeit war.

00:17:33: Wie ist das entstanden?

00:17:34: durch den Limes durch diese Mauer?

00:17:36: oder

00:17:40: fangen wir mal ein bisschen weiter zurück an, das ist immer so gar noch paar Jahre vor dem Varus.

00:17:47: Die Alpen waren natürlich immer so ein bisschen wenig bis kaum Verkehrswege die durch die Alpen führen ja auch so eine Gegend wo sich manche dies nicht immer mit allen so gut meinen leichter Verschanzen verstecken können.

00:18:06: ein bisschen unwirklich und alles heißt ganz lang hat das Römische Reich in Oberitalien sogar der See ganz grob aufgehört.

00:18:15: Verona zum Beispiel, wichtige römische Siedlung.

00:18:18: Die Arena ist heute noch beliebt bei Opernaufführungen und Ähnlichem Aber viel viel nördlicher kamen die Römer erst mal nicht.

00:18:26: Das war immer so ein bisschen unwirklich und schwierig Und dann hatte man ja eben mit nördelichen Völkern Früher schon negative Erfahrungen heißt.

00:18:34: Der Kaiser Augustus hat im Jahr XV vor Christus seine beiden Stiefs-Söhne Tiberius und Drusus losgeschickt zu einem sogenannten Alpenfeldzug, der offensichtlich relativ harmlos über die Bühne ging.

00:18:51: Relativ zügig lief.

00:18:54: Der von zwei Seiten aus Osten und Westen im Wesentlichen erfolgt in so nem Zangenangriff.

00:18:59: Da hat man dann also das heutige Südbayern vor allem erobert.

00:19:04: ganz wesentlich ist Die Ecke rund um Oberammergau.

00:19:09: auf dem sogenannten Döttentbickel hat wohl auch eine Schlacht stattgefunden.

00:19:13: Da haben wir militärische Waffen gefunden, die einen Stempel von einer Legion haben, die eben damit im Einsatz war wo man sagen kann ja da ist ein bisschen was passiert.

00:19:25: aber so lassen wir Riesen gemetzeln nachvollziehen können war es nicht und das war jetzt nicht so dass es hier jahrzehntelange Belagerungen gab, lag auch ein bisschen daran.

00:19:36: Dass im heutigen Bayern zu der Zeit wohl die Bevölkerung längst nicht so dicht war wie sie vielleicht in den Jahrhunderten vorher schon mal war oder wie sie dann in Römischerzeit war oder dann auch irgendwann wieder ab dem Mittelalter.

00:19:49: Warum das ganz genauso war?

00:19:52: Können wir ansatzweise bisher vielleicht überlegen aber nicht wirklich erklären.

00:19:57: Das heißt mir haben ja ganz ganz wenige Leute.

00:20:00: An dem Umkehrschluss war es wohl eine relativ friedliche Angelegenheit, weil wenn's nicht so friedlich gewesen wäre wären wahrscheinlich die Römer die ersten gewesen.

00:20:09: Die relativ deutlich berichtet hätten in monatelanger dramatischer Belagerung haben wir sie ausgehungert und reihen nach und untertanen eingeholt, versklavt wie auch immer.

00:20:22: Nein!

00:20:24: Die Geschichtsschreibung ist eine ganz andere und entsprechend war das wohl erst mal relativ friedlich.

00:20:30: Dann habe ich also mal ein Land vor mir und muss das so bisschen besiedeln.

00:20:37: Ja, wie packe ich es an?

00:20:40: Klar, ich schicke erstmal Kundschafter los!

00:20:41: Die Römer hatten sehr gute Kundschaften.

00:20:43: Schauen wir mal so ein bisschen, wo laufen Flüsse?

00:20:45: Wo sind fruchtbare Gegenden ähnliches?

00:20:49: Wenn die Gegend relativ menschenleer ist gibt's viel Wald wenig Wiesen, wenig Kulturlandschaft egal, wie der im Einzelnen ausschaut.

00:21:00: Das heißt, die Römer versuchen so langsam zum Beispiel über Straßenbau eine Infrastruktur zu errichten.

00:21:06: Erste Siedlungen kämpfen z.B.

00:21:08: im Allgäu ganz wesentliche und frühe Römern statt.

00:21:13: dann kommt man auch bald nach Augsburg und gelangt bis an die Donau hat also das heutige Südbayern bis zur Donau erst mal und richtet dann tatsächlich relativ schnell wenige Jahrzehnte nach dieser ersten Eroberung kleine Kastelle in Langdor-Donau ein, die je nachdem wo man in Bayern ist ein unterschiedlich passabler Fluss ist.

00:21:38: In Regensburg Passau sieht es ein bisschen anders aus als in der Ecke von Günzburg oder Ulm und da ist das noch relativ schmal.

00:21:44: aber trotzdem einen Fluss muss ich nicht einfach mal drüber hüpfen so ein bisschen wie hier jetzt bei uns die Wernitz die Hübscherfluss ist aber doch nicht ganz so spektakulär als grenze geeignet ist.

00:21:58: Und dann wird später Das ganze nach Norden verschoben, aber weiter.

00:22:02: das Ganze kommt irgendwann ins Nördlingeris zum Beispiel.

00:22:08: Da baut man auch wieder Kastelle und schließt sich dann zu uns.

00:22:11: Und warum hört man bei uns auf?

00:22:14: Hast du eine Idee?

00:22:19: Die Römer haben ganz gut beobachtet wie die Topografie einerseits ist, wie Geologie Natur ist.

00:22:28: Die waren da relativ fit unterwegs und haben offensichtlich sehr schnell erkannt, ein bisschen nördlicher.

00:22:36: Das sind jede Menge Sandböden.

00:22:38: da wachsen weniger Laubbäume vielleicht mehr Kiefern und Nadelgehölz.

00:22:44: Boden ist nicht so fruchtbar.

00:22:46: naja das taugt uns alles nicht.

00:22:48: hier sind noch sehr lehmige fruchtbare Böden.

00:22:50: Grundwasserspiegel ist relativ hoch.

00:22:53: das heißt gerade für die landwirtschaftliche Versorgung wesentliches Thema wobei Rund um den Heselberg war die nicht ganz so ausgeprägt, dann wie im Nördlinger Ries.

00:23:04: Da reiht sich ein Gutshof an den anderen alle eineinhalb Kilometer kann man sie finden, die dann so bisschen ihre Sachen rundum bewirtschaftet haben und dann aber eben auch hier die Leute versorgt haben, wenn man weiter nach Norden gegangen wäre.

00:23:17: Na ja das war mal die Idee im Rahmen der ganzen Varusskatastrophe, dass heutige Deutschland bis zur Elbe zu erobern.

00:23:25: Das ging dann schief gesagt, da brauchen wir das wirklich und hat einfach die Finger davon gelassen.

00:23:34: Ich glaube es war sinnvoll dass man hier aufgehört hat.

00:23:37: Ja aber du, wir sitzen ja jetzt im Wollmerpark Rufenhofen und ich erfahre ganz viel für unsere Hörerinnen und Hörern von dir über alles was hier so passiert war und finde ich interessant.

00:23:52: Matthias, ich denke wir machen jetzt mal ein Cut werden mehr erzählen in der nächsten Folge.

00:24:02: Sehr gerne doch, ja!

00:24:03: Und liebe Hörerinnen und Hörern wenn Sie den Podcast abonnieren wollen im Anschluss an die Musik können sie das gerne tun.

00:24:11: es gibt einen Button abonnieren kostenlos abonnieren unterdrücken Sie drauf und dann haben Sie immer dem neuesten Podcast vom Römer Parkrufenhofen von Blemuseum.

00:24:21: bis dahin sage ich tschüss und Matthias?

00:24:25: Ja tschüß und ich freue mich auf viele, die uns weiterhin zuhören.

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